Dritter Meistertitel für die Boys
“Natürlich habe ich an dem Ergebnis etwas auszusetzen – immerhin haben wir leichtfertig zwei Punkte liegen gelassen”, kommentierte Manager Bergfred süffisant das saisonabschließende 3:3 gegen den FC Wichel. “Wenn man aber bedenkt, dass die kein Spieler auf dem Platz weniger als 2,3 Promille Treibstoff im Blut hatte, bin ich überrascht, dass die Jungs das Tor auch nur annähernd getroffen haben.”
Der dritte Meistertitel der Vereinshistorie stand bereits vor Wochen fest, insofern waren die letzten Spieltage von einem freundschaftlichen, alkoholschwangeren Charakter geprägt. “Über die Gegentore müssen in dieser Phase müssen wir noch reden – das waren entschieden zu viele – im Grunde haben wir für jeden Kurzen, den die Jungs vor den Spielen getrunken haben 0,1 Tore kassiert. Das nenne ich mangelnde Arbeitseinstellung.”, grinste Erfolgscoach Robert Yeom auf der Meisterparty in der Holstenboys-Arena. Tatsächlich war der Titel in Liga VIII.1555 zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, zu überlegen war die Mannschaft.
Die Torjägerkanone für Bertil Skov-Jensen ist das Sahnehäubchen einer Saison, die wenig Angriffsfläche für Kritik bietet. Bemerkenswert dabei: der Stürmer wurde erst nach dem dritten Spieltag verpflichtet und konnte dann in 10 Spielen neunmal treffen.
“Es gibt tatsächlich wenig auszusetzen. Die wenigen Transfers haben gegriffen, wir haben einige Nachwuchsspieler aus der Jugend in den Profikader übernommen. Oliver (Anm. d. Red. Rezanka) hat sogar den Sprung in die Stammelf geschafft – der Knabe ist ein Versprechen für die Zukunft. Beinahe alle Spiele wurden in souveräner Manier absolviert und auch gewonnen. So könnte es weitergehen. Allerdings weht in Liga VII ein ganz anderer Wind. Die Party ist erstmal vorbei… naja, heute noch nicht.” Mit einem Augenzwinkern verschwand Pressesprecher Al Loquent in Richtung 1000l-Bierfass.

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