Die Online-Arena des Hattrick-Clubs aus Altona
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Die Legende der Boys

Die Geschichte der Holstenboys beginnt an einem kalten Wintertag irgendwann im Dezember 2004. Es war der schlimmste Winter in Hamburg seit 1698, es war so kalt, dass die Caipirinhas in den Cocktailbars ohne Eiswürfel serviert wurden. Ja, so kalt war es.
Zu dieser Zeit verdiente Bergfred seine bescheidenen Brötchen in einer kleinen Internetbutze in einem Vorort von Hamburg. Es war ein hartes Leben, das zu führen er gezwungen war. Viel Arbeit, kaum Lohn, keine Perspektiven.
Von seiner Zukunft als starker Mann bei einem Hattrick-Club ahnte er nichts.

In seiner spärlichen Freizeit suchte er sowohl trost-, als auch erfolglos nach dem eigentlichen Sinn seines Daseins, der Quintessenz seiner Lebensform, seinem Kismet, seiner Bestimmung. Meist fand die Suche auf dem Grund einer geleerten Bierflasche ein allzu jähes Ende, manchmal holte ihn der schlechteste Döner „wo gibbet in Hamburg“ an der S-Bahnstation um 5.00 morgens auf den harten Boden der Tatsachen zurück. Die Suche schien zu einem odysseeischen Unterfangen auszuarten. Doch dann kam besagter Winterabend und Bergfred wurde vom Schicksal getroffen, wie anno dazumal die Titantic vom Eisberg.

Am Beginn dieses lebensverändernden Abends wurden in illustrer und lustiger Runde diverse Sorten Alkohol einer eingehenden Prüfung unterzogen, das Stimmungsbarometer und auch die Raumtemperatur stiegen in hochsommerliche Dimensionen. Bis, .. ja bis einer der compadres das Gespräch gezielt oder doch unabsichtlich auf seine neue Funktion als Manager eines Fussballvereins brachte. In diesem Moment war Bergfred eines klar wie der Kurze, den er im Begriff war sich hinter die Binde und weiter zu kippen: Das muss es sein.

Wenige Wochen später war es soweit: Neben der Tatsache, dass die Hansestadt nach nebelverhangenen Monaten endlich wieder in echtes Sonnenlicht getaucht wurde, übernahm Bergfred in Saison 26 den finanziell maroden und mit einem hadesgleichen negativen Image ausgestatteten FSV Bayern. Ohne Zeit zu verlieren machte sich der neue Zampano ans Werk und veränderte innerhalb kürzester Zeit alle Bereiche des Clubs, wie es sonst nur ein Pflug mit einer grünen Wiese kann. Dass der Verein aus dem dunkelsten Süden in die schönste Stadt Deutschlands umgesiedelt wurde, war eine Selbstverständlichkeit – einen neuen Namen für den Club zu finden gestaltete sich da schon schwieriger.

Aus Liebe zu seinem Heimatstadtteil und dem einzig wahren Gerstensaftproduzenten des Nordens fiel die Entscheidung am Ende trotz allem relativ leicht. Auf der konstituierenden Vereinssitzung präsentierte Manager Bergfred den 98 versammelten Fans und 3 Reportern (alle von der MoPo) das neue CI des Clubs: Die Ära der HOLSTENBOYS hatte begonnen.

In der Folge waren die Holstenboys nicht immer erfolgreich, dafür aber stets beliebt und bekannt dafür, auch bei Niederlagen ordentlich zu feiern. Den dazu notwendigen gerstenhältigen Treibstoff lieferte immer der gewonnene Hauptsponsor aus Nordaltona nicht mehr fässerweise an, sonderen eine Pipeline in die Holstenboys-Arena stellte die Grundversorgung der immer größer werdenden Fangemeinde sicher.

Im Lauf der Zeit konnte Manager Bergfred viele Freunde und Bekannte mit der Aussicht auf Ruhm, Ehre und mehr Alkohol dazu bewegen, selbst ein Team zu übernehmen. Gemeinsam mit dem SSV Winterhood, Fortuna Altona und den Vfl Plinkstars gründeten die Holstenboys die „Expertenrunde“ (www.expertenrunde.info), die zweifellos unprofessionellste, dafür aber leidenschaftlichste und fachsimpelndste Hattrick-Föderation des Universums. Ein Produkt dieser Verbindung war der „Expertenrunde-Cup“ der bis heute mit immer größer werdender Teilnehmerzahl und immer heißer umkämpft ausgetragen wird.

Keiner weiß, wie viele Kapitel diesem Epos noch hinzugefügt werden müssten, um der Realität tatsächlich gerecht zu werden – aber eines ist gewiss: Tolkiens’ „Herr der Ringe“ ist im Vergleich dazu ein Groschenroman…

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