Der Umbau hat begonnen
In der Saison-Zwischenbilanz hatte Manager Bergfred bereits angekündigt, dass in den nächsten Wochen und Monaten kräftig am Personalkarussell gedreht werden würde. Dass diesen Worten aber so schnell Taten in der nun bekannt gewordenen Dimension folgen würden, hatte wohl niemand erwartet. Per Rönnander und Jean-Paul Koole wurden diese Woche abgegeben.
Vor allem der Verkauf des Urgesteins Rönnander kam völlig unerwartet, zumal er seit der mittlerweile fast zwei Saisonen andauernden Formkrise von Denny Ostermaier die unangefochtene Nummer 1 im Mittelfeld war und Woche für Woche konstante Topleistungen ablieferte. “Die Entscheidung, Per zu verkaufen ist der Vereinsführung natürlich nicht leicht gefallen – schließlich ist er seit Saison 29 mit an Bord, hat 108 Pflichtspiele für uns gemacht und war maßgeblich an den letzten beiden Aufstiegen beteiligt.”, begann Manager Bergfred auf der am Tag des Bekanntwerdens einberufenen Pressekonferenz seinen Erklärungsversuch. “Zum Wohle des Vereins müssen wir uns aber frei von emotionalen Befindlichkeiten machen und der Realität ins Auge blicken: Der Klassenerhalt ist nicht realistisch und wir müssen für Liga VII planen. Per wird dann 31 sein, eine langfristige Planung mit ihm wäre also nicht zielführend.”
Neben Rönnander hat auch J.P. Koole den Verein nach einem nur zwölf Spiele dauernden Gastspiel verlassen. Aus gut informierten Kreisen wurde bekannt, dass der als Abwehrchef verpflichtete Holländer den Erwartungen des Trainers nicht im Ansatz gerecht werden konnte. Auch bei den Vertretern der Fanclubs wird dem Oranje keine Träne nachgeweint. Lars G. Rünkohl vom Fanclub der Saison “Herbergsväter Oldenburg” meinte dazu nur: “Ich bin froh, dass der weg ist. Einer, sowohl seine ganze Gage, als auch seine gesamte Energie auf der Reeperbahn lässt, passt nicht zu den Holstenboys.”
Auf die Frage, ob und welche Veränderungen im Kader noch zu erwarten sind, wollten weder der Manager noch Pressesprecher Al Loquent eine Antwort geben. Spannend wir auch die Frage, in welche Mannschaftsteile die Erlöse aus den Verkäufen investiert werden. Einziger Kommentar von Loquent: “Sicher ist nur, dass wir weder das Stadion noch die Zapfanlage im Vereinsheim ausbauen werden – die zur Verfügung stehenden Kapazitäten sind in beiden Fällen ausreichend.”

1 comment
Schwere Zeiten, viele Tränen, zuviel Bier….als Das_Flonsen am morgen um 4:30 in seinem Bettchen aufwachte, spürte er noch das gewaltige Nachbeben des gestrigen Fanclubtreffens. Vorsichtig versuchte Das_Flonsen seine Systeme zu checken: Die gute Nachricht: alles war wohl noch da, die schlechte: alles fuhr auf 10 % und tat dabei weh. Besonders spürte er seine Narbe, die ihn immer noch schmerzhaft an seinen schweren Haushaltsunfall erinnerte.
“Wo soll es hingehen?, “fragte er sich und drückte die “doppelte Espresso Taste” seiner am Bett stehenden Kaffeemaschine. “Mensch Per, wer hatte das gedacht….ich werde Dich nie vergessen”. Und an seinem Espresso nippend dachte Das_Flonsen verträumt und wehmütig an sein ersten Händedruck mit Per. “Aber insgeheim wußtest Du bestimmt schon vorher, was Sache ist. Das habe ich an Deinem Blick nach dem Spiel gegen Independente Nordlichter gesehen.”
Check status: 50 % energy recovered.
Langsam kamen Dem_Flonsen seine Lebensgeister wieder. ” Aber lieber so ein Abschied mit Gesicht und Ehre, als vom Präsidenten sein letztes Gnadenbrot vor der Fahrt ins Altersheim bekommen.
Ein Grinsen huschte über das geschwollene Gesicht von Dem_Flonsen als er an den Kommentar von Lars nach der Pressekonferenz dachte. “Großes Ding Lars, hast uns allen aus der Seele gesprochen. Genau auf den Punkt.
Check status: 90 % energy recovered.
“Ach was soll´s,” dachte Das_Flonsen, “weinen ist was für die Morgenstunden, ab jetzt geht es voran. Es braucht Täler, um Berge zu besteigen”. Und während des letzten Gedankens wanderte Das_Flonsen Hand zu der noch trinkfähigen Holstendose von gestern abend.
Leave a Comment