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Aussichtsreicher Start der Boys in die neue Saison

Zweimal 5:0 zum Saisonstart – mit dem Manager kehrt auch der Erfolg zurück zu den Holstenboys. In den letzten beiden Saisons hatten die Fans bei den meisten Heimspielen wenig zu lachen – umso euphorischer feierten sie bei den klaren Heimsiegen in der ersten Pokalrunde und auch am ersten Liga-Spieltag gegen den FC Wichtel. Nicht nur einmal rollte “La Olá” durch die Arena – die Stadiongastronomie verbuchte seit langer Zeit nicht mehr gekannte Umsätze.

Eine Stunde nach dem sensationellen Ligauftakt erschienen Samstag Abend Pressesprecher Al Loquent und der lange verschollene Manager Bergfred zur offiziellen Pressekonferenz. Beide waren sichtlich erleichtert und vom nachmittäglichen Alkoholkonsum gezeichnet.

Der Manager ergriff in altbekannter Manier sofort das Wort: “Bevor hier falsche Hoffnungen geweckt werden: Ich werde heute nur über die aktuelle sportliche Situation sprechen. Was meine Abstinenz äääh Absenz betrifft – dazu werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch Stellung nehmen. Es ist natürlich eine tolle Sache, wenn man das erste Heimspiel der Saison derart dominant und souverän gestaltet. Wenn man bedenkt, dass wir heute den Zweitplatzierten der Vorsaison mit einem auch in dieser Höhe verdienten 5:0 nach Hause geschickt haben, kann unser Ziel nur der direkte Wiederaufstieg sein. Sollte man meinen.”
Um den letzten Worten noch mehr Gewicht zu geben, ließ Bergfred eine Pause folgen, in der er gekonnt mit einem der Mikrophone drei Holsten Edel köpfte, wovon er eines an Loquent weiterreichte.

“Unser wichtigstes Ziel ist aber, eine Mannschaft für die Zukunft zu formen. Die ersten Weichen wurden bereits gestellt, wir haben die komplette Verteidigung und den Angriff verjüngt und auch die Torhüterfrage für die nächsten 2-4 Jahre geklärt. Diese Saison werden wir dazu benutzen, das Mittelfeld umzubauen. Es wird also personelle Veränderungen geben, zu denen ich aktuell aber nicht mehr sagen kann und möchte.”

Nach dieser Ankündigung ging ein Raunen durch die Reihen der anwesenden Reporter. Das Mittelfeld ist aktuell das Prunkstück der Boys. Wer würde gehen müssen? Etwa einer der Superstars Aiken oder Sloan? Das Urgestein Pascal Schermann? Oder eines der Nachwuchstalente Malmner oder Marawai?

Um auch noch einen Satz loswerden zu können, unterbrach Loquent die Unruhe im Publikum: “Kein Grund zur Panik, Leute. Ab und zu muss man sich einen Arm abschneiden, damit ein drittes Bein nachwachsen kann.” Diese Worte trugen nicht unbedingt dazu bei, die Fragezeichen im Raum kleiner werden zu lassen, trotzdem fuhr der Pressesprecher unbeeindruckt fort: “Was ich sagen will – ich will ja nicht, ähhh einen Zug von Altona nach.. äh und in 30 Minuten bis zur nächsten Verpflichtung. Apropos: Wir stehen kurz davor, eine Transferbombe zu zünden, wir werden…”. Das war der Moment, in dem der Manager seinem Kollegen zum einen das Mikrophon vor der Nase wegschlug und ihm zum anderen ein volles Weizenbier über die topp-gestylte Frisur goß.
“Lasst uns einfach den heutigen Sieg genießen – alles weitere wird man sehen.”, mit diesen Worten schubste Bergfred Loquent vom Podest und folgte ihm ins Vereinsheim.

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